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 Krankenhaus mit Personalhäusern in Punakha
Im Oktober 1992 besuchte Harald Nestroy Bhutan auf Einladung des bhutanischen Außenministers Lyonpo Dawa Tshering und handelte die Einzelheiten für
den Bau eines Krankenhauses mit 30 Betten, Operationssaal, Einrichtung für Zahnbehandlung, Röntgenabteilung, Labor, und, vor allem, einer Abteilung für traditionelle Medizin unter
einem traditionellen Arzt, einem Dungtso, sowie Personalunterkünften und technischen Gebäuden etc. aus.
Unsere Bedingungen wurden akzeptiert: Bereitstellung eines für uns akzeptablen Grundstücks: der malerische Ort Punakha mit seiner heiligen Klosterburg wurde ausgewählt. Sowie
die feste Zusage, bei Übergabe des Krankenhauses an das Gesundheitsministerium pünktlich das nötige Personal ( 43 Mitarbeiter ) bereitzustellen. 
Ein kleiner Schock war die Mitteilung, dass wir selbst einen Architekten aus dem Ausland anstellen müssten, da es damals kaum bhutanische Architekten gab.
Die Fügung wollte es, dass Nestroy in Thimphu den in Norwegen ansässigen Architekten Chris Butters, der nach 5 Jahren Aufenthalt in Bhutan wenige Tage später das Land verlassen
hätte, noch am selben Tag unter Vertrag nehmen konnte. Er war Kenner des lamaistischen Buddhismus und der bhutanischen Architektur mit ihren kulturell-religiösen Elementen: jede Verzierung,
jede Bemalung, die Proportionen der Bauelemente zueinander, etc. haben tiefe Bedeutung für die Bannung böser Dämonen bzw. Einladung guter Geister in das Gebäude und damit
für die Seelenlage der Patienten und des Personals.
Spenden privater Förderer und die Zusage des "Komitees Ärzte für die Dritte Welt", sich mit Zuschüssen seitens des BMZ zu beteiligen, erlaubten, dass Nestroy am
16. Juni 1993, dem von den Astrologen festgelegten glücksbringenden Tag, das Abkommen mit der Regierung unterzeichnen konnte. 
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Chris Butters zog, nach einem Jahr Planung, den Bau in der Rekordzeit von zwei Jahren durch. Die Kosten des Baus und der Ausstattung beliefen sich
auf 563.000 EURO.
Am 30. September 1996 erfolgte die feierliche Einweihung des Krankenhauses durch seine Heiligkeit, den Je Kempo (Oberabt Bhutans) und Nestroy vor ca. 2000 Bauern, Mönchen, Beamten und Honoratioren.
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Krankenhaus Punakha
Hauptgebäude |
Einweihung mit seiner Heiligkeit
Je Kempo |
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Seither wird das KH vom Gesundheitsministerium
betrieben. Angegliedert sind ihm 6 ausgelagerte, einfache Gesundheits-Stationen,
sog. „Basic Health
Units“, in Dörfern zumeißt ohne Straßenanbindung,
sowie über
40 „Barfuß-Gesundheitsarbeiter“. Die Gesundheitsversorgung
auch der Bevölkerung der entlegeneren
Teile der Distrikte Punakha und Gaza, mit Dörfern, die bis auf
4.200 Metern Höhe liegen, ist durch "unser" Krankenhaus nun wesentlich besser
geworden.
Es erfreut sich höchster Beliebtheit bei der Bevölkerung:
waren es im ersten Jahr nur ca. 27.000 Behandlungen, so liegt die Zahl
ab 1997 auf jährlich über
50.000 ambulanten und 1500 stationären Behandlungen bei annähernd
täglich einer erfolgreichen Entbindung.

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Ein wesentlicher Teil unseres Erfolges ist seit 1998 unserer Entsendung sehr engagierter und fähiger deutscher Ärzte an unser KH zu verdanken: von Dez. 1998 bis Sept. 2000 Dr. med. Martin Joos, von 2001 bis 2006 Dr. Johannes Meixner. Der größere Teil der Finanzierung dieser beiden Ärzte wurde von CIM, Frankfurt, getragen, der andere Teil von Pro Bhutan.
Leider musste CIM seine Förderung der Entsendung eines Arztes an unser KH in Punakha einstellen: die maximale Förderzeit war erreicht. Mit Hilfe von „Senior Experts Service – SES“ konnten wir danach nahtlos noch einmal Dr. Meixner, dann Dr. Werner Missalek und Dr. Hans Winkler für Kurzzeiteinsätze unter einem Jahr an „unser“ Krankenhaus entsenden. Von März 2008 bis Mitte November 2009 hat „Pro Bhutan“ ganz auf eigene Kosten die österr. Ärztin Dr. Susanne McAllister für Punakha gewinnen können. Wieder unter Mithilfe von SES ist nahtlos ihr Nachfolger Dr. Kulwant Sagoo, dessen Ehefrau Lidija Sagoo zusätzlich als MTA an unserem Punakha KH arbeitet; beide sind deutsche Staatsangehörige: siehe » Projekt
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